Karmic Koala 64bit – Erste Eindrücke


Gebannt habe ich auf die Veröffentlichung von Karmic Koala, Ubuntu 9.10 gewartet. Seit Längerem stand für mich eigentlich fest, dass ich mit dieser Version meine beiden Systeme, Desktop und Laptop auf 64bit umstellen werde.

Ein Upgrade kam eben aus diesem Grund (alte Systeme 32 bit) und der Umstellung auf ext4 bzw grub2 nicht in Frage.

Zum Download der verschiedenen Bit-Torrent-Files hier.

Zuerst ist der Laptop dran, was sich im nachhinein als kluge Wahl bestätigt hat.

Vorbereitungen

Wegen der Umstellung auf grub2 Partitionstabelle und den mbr im Gesamten gesichert:
Partitionstabelle mithilfe von
dd:

sudo dd if=/dev/sda of=bootloader_sicherung bs=446 count=1

Anschließend noch eine Sicherung des mbr:

sudo dd if=/dev/sda of=mbr_sicherung bs=512 count=1

Sämtliche Daten werden mit Hilfe von Unison synchron auf beiden Rechnern vorgehalten.
Das Homeverzeichnis und weitere Einstellungen lagen mit
sBackup gesichert ebenfalls auf dem Desktop-PC.

Installation

Mein Eindruck war, es dauert länger als bei 9.04 und vor Allem mit weniger Hintergrundinformationen. Die Möglichkeiten der Partitionierung kamen mir hingegen umfangreicher vor.

Ohne Probleme startete das System nach abgeschlossener Installation. Die Windows 7 Installation erkannt und eingetragen. Gut.

Rücksicherung mit sBackup
Das erste Mal kam ich in die Lage ein sBackup rücksichern zu müssen. Und ich dachte schon die Backups wären einfach alle
defekt. Aber die Rücksicherung dauert selbst für kleine Dateien einfach ewig. Dies mag wohl an meinen 8GB großen Backups liegen.
Aber nach langer Wartezeit hat dann doch alles geklappt. Nun werde ich mich wohl nach einem anderen Backupprogramm umschauen. Bei sBackup sind nämlich auch keine Rücksicherung mehrerer Ordner der gleichen Hierarchiestufe auf einmal möglich.

Einige Anwendungen, ihre Installation und Tücken

Adobe und 64bit

Adobe-Anwendungen wie Air, Reader und Flash liegen bisher nur als 32bit-Versionen vor.

Die Installation selbst ging mit sudo dpkg –force-architecture -i <deb-paketname> von statten.

Flash läuft erstaunlicherweise echt gut. Sogar der Fullscreen-Mode läuft erstmals ruckelfrei. Einziges Manko in Zusammenspiel mit Opera: Manchmal reagiert der Flash-Player nicht auf Eingaben. Aber bisher keine Abstürze mehr durch Flash. Endlich.

Auch der Reader ist gefühlt um Einiges schneller geworden. Fast wie unter Windows.

Twhirl (Adobe-Air-App)

Ließ sich ohne Probleme installieren allerdings lassen sich Dialoge nicht bestätigen, was die Konfiguration erschwert und die Verbindung mit einem bit.ly-Account unmöglich macht.

XBMC (Media-Center)

XBMC liegt im Moment noch nicht in einer 64bit Version vor und so wie ich es verstanden habe raten die XBMC-Entwickler auch noch nicht zu einem Upgrade auf Karmic. Eventuell könnte man sich XBMC auch selbst kompilieren. Dazu fehlt mir im Moment die Lust. Mein Mediacenter (Desktop-PC) bleibt deshalb erstmal auf Jaunty.

Instant-Messenger Empathy

Nach kurzem Ausprobieren gleich wieder deinstalliert. Für mich nichts weiter als ein Rückschritt. Kaum Einstellmöglichkeiten vorhanden, es ist nicht möglich Notification-Klänge selbst zu definieren. Auch ein Plugin für OTR-Encryption habe ich nicht entdeckt. Also bitte. Ich bin Miranda-verwöhnt. Mir da sowas vorzusetzen. Ich bin enttäuscht!!

Deshalb benutze ich nun auch wieder Pidgin. Hier wurde der Funktionsumfang, zumindest subjektiv, erweitert. Zufriedenstellend.

Opera

Opera liegt als x64-Paket vor. Läuft gut, keine weiteren Anmerkungen

Gnome-Do

Hat beim Systemstart extreme Schwierigkeiten. Prozessorlast um die 90 Prozent. Reagiert nicht auf Eingaben und zeigt dann bei den ersten Aufrufen immer noch die eigentlich ausgeblendeten Bereiche an (Wers von KDE kennt weiß von was ich rede, der Rest hat Glück).
Nach ein paar Minuten läufts dann rund. Allerdings sind immernoch regelmäßige stille Abstürze zu verzeichnen. Warum auch immer.

Evolution

Nach dem Start sofort eine Backup-Rücksicherung angeboten. So muss das sein.

Notification System

Die Notifications werden nun etwas weiter eingerückt eingeblendet und sind auch kompakter gehalten. Nur leider ist der redesignte Briefumschläg gänzlich überflüssig. Kaum Unterschiede zwischen „ungelesene Nachrichten“ und Normalzustand. Bitte ändern.

 

Prism

Ich benutze Prism seit einiger Zeit für sämtliche Google-Apps, vor allem für Docs, Reader und Mail. Dieser crasht nun regelmäßig ohne erkennbaren Grund.

Fazit nach über einer Woche Betrieb: Hoffe also auf Nachbesserung und werde vermutlich erstmal wieder auf 32bit wechseln.

Nachtrag: Mittlerweile liegt auch eine Alpha von XBMC für Karmic vor.

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